Kooperationsveranstaltung

Deutsche Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam

Das Thema der Wochenendtagung lautete: Zur Bedeutung der Wasser- und Energieversorgung im israelisch-palästinensischen Konflikt. Dieses zentrale Zukunftsthema konnte durch die Expertise der Referenten Matthias Hofmann/Kirchen-tellinsfurt, Rainer Ratmann/Hünstetten, Majed Abusalama/Gaza/Berlin und Riad Othman, medico international/Berlin tiefgehend behandelt werden. „Für mich waren das sehr viele neue Gesichtspunkte, auf die man wirklich aufmerksam gemacht werden muss. In den Medien finde ich das leider nicht“, dies die Einschätzung einer Teilnehmerin.

Sehr beeindruckend war das Referat von Adi Lustigman, Anwältin und Menschenrechts-aktivistin aus Jerusalem, die mit ihrer Familie seit 12 Jahren in Neve Shalom/Wahat al Salam wohnt. Sie erläuterte ausführlich die Statusprobleme der palästinensischen Bewohner/innen Ostjerusalems und die mühsame Arbeit, deren Interessen gerichtlich zu vertreten und Fortschritte zu erzielen.

Aus aktuellem Anlass wurde an den Beginn des Seminars der „Eklat in Israel“ gestellt: Alle Diskussionsteilnehmenden, auch die Gäste aus Neve Shalom/Wahat al Salam, begrüßten sehr das Verhalten von Außenminister Gabriel. Dr. Reiner Bernstein bilanzierte am Ende des Seminars die internationalen diplomatischen Vermittlungsbemühungen bis heute. „Frieden im Sinne eines Interessensausgleichs zwischen Israelis und Palästinensern kann nur gestaltet werden, wenn er mit allen Beteiligten vorurteilsfrei und ebenbürtig verhandelt wird,“ so Bernstein. "Derzeit sehen wir leider keinerlei hoffnungsspeisende Anzeichen. Das Festhalten von Außenminister Gabriel am Treffen mit den israelischen NGO‘s gegen den Widerstand der israelischen Regierung bedeutet einen Paradigmenwechsel in der deutschen und europäischen Israel-Politik! Verfolgen wir also mit Spannung den jetzt beginnenden Besuch von Bundespräsident Steinmeier und unterstützen wir die kritischen Vertreter der israelischen Zivilgesellschaft!“

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