Zeitgeschichte, Erinnerungsarbeit und Demokratie

Die schillernde Idee der Gleichheit. – Ein demokratischer Grundbegriff, philosophisch betrachtet

‚Gleichheit‘, einer der drei Leitbegriffe der Französischen Revolution, ist ein Grundpfeiler demokratischen Selbstverständnisses. Ob es um soziale Gerechtigkeit, um Menschenrechtsfragen oder um Geschlechterverhältnisse geht: In vielen gesellschaftlichen Kontexten fungiert Gleichheit als zentraler Diskussionsmaßstab. Doch was ist Gleichheit? Was heißt es, dass alle Menschen gleich sind? Ist Gleichheit immer gut und Ungleichheit immer schlecht? Was unterscheidet Gleichheit von Gleichmacherei? Wo liegen die Grenzen der Vergleichbarkeit? Und wo bleiben Vielfalt und Differenz, wenn Gleichheit den Grundwert bildet. Im Seminar behandeln wir das vielschichtige Thema ‚Gleichheit‘ aus philosophischer Perspektive. Wir beleuchten exemplarische Theorien der Gleichheit von der Antike bis in die Gegenwart, und untersuchen u.a., welches Menschenbild der jeweiligen Gleichheitskonzeption zugrunde liegt. Außerdem wollen wir ermitteln, warum der Gleichheit – in klarer Abgrenzung zum ‚Identitären‘ – ein unverzichtbarer ethischer Wert in demokratischen Gesellschaften zukommt.
(Philosophiekenntnisse sind nicht erforderlich, aber ein Interesse an philosophischem Denken ist von Vorteil.)

Anerkannt/anerkennungsfähig als Bildungsurlaub in den Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz.

Schleswig-Holstein und Thüringen auf Anfrage.