Zeitgeschichte, Erinnerungsarbeit und Demokratie

Erinnerungskultur und Gedenkstätten im Wandel der Zeit am Beispiel Würzburgs (Mit angeleitetem Fotoworkshop)

Die deutsche Erinnerung an Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg hat ihre ganz eigene Geschichte. Eine intensive Auseinandersetzung und Aufarbeitung setzte erst zögerlich in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ein. Heute ist die Erinnerungskultur, die Verantwortung, die sich aus der Vergangenheit ableitet, Teil der deutschen ""Staatsräson"". Dieser Haltungswandel lässt sich auch an zahlreichen Gedenkstätten ablesen.

Beispielhaft dargestellt an der Stadt Würzburg, die am 16. März 1945 weitgehend zerstört wurde, gehen wir im Seminar den Fragen nach: Welche Bedeutungen haben Gedenkstätten für unsere Gesellschaft und das Stadtbild? Wie wird Gedenkkultur von den unterschiedlichen Generationen wahrgenommen und wie kann lebendige Erinnerung in die Zukunft getragen werden? Anhand ausgewählter Würzburger Gedenkstätten erforschen wir sprachlich und bildlich die Kultur der Erinnerung.

Theorie und Praxis ergänzen sich: Aktiv fotografieren wir vor Ort eigene Bildstrecken, um uns dann im Seminar theoretisch mit der Frage auseinanderzusetzen: Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Vergangenheit für die Gegenwart? Das Seminar – Theorie verknüpft mit bildlicher fotografischer Arbeit – kann auch auf andere Gemeinden, Schul- oder Freizeitprojekte übertragen werden, um Menschen egal welchen Alters, an die Thematik der Kultur der Erinnerung heranzuführen.

Anerkannt/anerkennungsfähig als Bildungsurlaub in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz. Schleswig-Holstein und Thüringen auf Anfrage.